Zukünftige Veranstaltungen

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5.10.-7.10.2022: Dreizack 22 - die maritime Netzwerktagung

Dreizack22 – das maritime Netzwerktreffen ging vom 5.-7. Oktober in die sechste Runde. Zum zweiten Mal konnte die Rostocker Sektion der Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V. in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Internationale Politik und Entwicklungszusammenarbeit an der Universität Rostock sowie mit Unterstützung des Instituts für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel Dreizack in die Hansestadt Rostock holen.

Die Beiträge der Teilnehmerinnen und Teilnehmer deckten dabei eine ganze Bandbreite spannender und aktueller Themen und historischer Einblicke ab. Den inhaltlichen Auftakt machte Maximilian Ernst (Freie Universität Brüssel) mit einer Analyse medialer Darstellungen der Entsendung der Fregatte „Bayern“. Hier standen ausgewählte Länder im Fokus des Vortrags. Überlegungen zu sicherheitspolitischen Perspektiven der EU auf den Konflikt zwischen Taiwan und der Volksrepublik China stellte Alena Schmitz (Werkstudentin beim Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum e.V./Universität Bremen) an. Der erste Tag endete mit Julian Brak, der sich mit der maritimen Nordflanke der NATO befasste und die wesentlichen Ergebnisse seiner Master-Arbeit an der Universität Potsdam vorstelle. Anschließend begann der informelle Teil und die Gespräche konnten beim Abendessen fortgesetzt werden.

Am zweiten Tag des Dreizack22-Treffens standen Auseinandersetzungen mit strategischen Entwicklungen und Ideen in den USA und der NATO der 1980er Jahre im Vordergrund. Heinz-Dieter Jopp und Sebastian Bruns (Institut für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel, ISPK) gingen in ihren Beiträgen auf das zentrale Denken dieser Zeit ein und verorteten die Relevanz für heutige Diskussionen. Den Schlusspunkt dieses Themenkomplexes setzte Christian Jentzsch (Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaftlich der Bundeswehr Potsdam) mit Ausführungen zur Deutschen Marine und die NATO von 1985 bis heute.

Im zweiten Teil des Tages stellten Enrico Schicketanz (Universität Erfurt) und Rafael Rehm (Universität Jena) ein Publikationsprojekt vor, das versucht, eine Vielzahl unterschiedlicher Perspektive auf maritime Räume zusammen zu bringen. Der Nexus Autonomie und Waffensysteme wurde von Sebastian Schwartz untersucht. Hier standen vor allem die Machbarkeit und die Auswirkungen rüstungstechnologischer Entwicklungen und Dilemmata sowie ethische Überlegungen (Letztentscheidung durch einen Menschen) im Zentrum. Unter den Stichworten Kritische Infrastruktur und choke-points endete der inhaltliche Teil des Tages. Jonas Franken (PEASEC/TU Darmstadt), Nicola Wendt Lucas (Deutsches Luft- und Raumfahrtzentrum e.V.) und Leon Seydel legten unterschiedliche Schwerpunkte beim Thema KRITIS und Verwundbarkeiten. So wurden nicht nur Unterseekabel beleuchtet, sondern auch Handelswege und Abhängigkeiten thematisiert.

Abgerundet wurde der Abend nach dem gemeinsamen Essen durch eine Nachtwächterwanderung, die den Teilnehmern und Teilnehmerinnen die östliche Altstadt Rostocks näher brachte.

Am letzten Tag wurde eine andere Perspektive auf maritime Sicherheit vorgenommen. Arnaud Boehmann fragte in seinem Vortrag nach den Auswirkungen klimatischer Veränderungen auf das operative Umfeld von Marinen. Zum Ende teilte Marcus Mohr (Bundeswehr) seine Eindrücke der ersten zwei Monate der Entsendung der „Bayern“. Die sechste Ausgabe des Dreizack endete mit einem gemeinsame Mittagessen.

(Photo Credit @Linda_Suhrbier)

30.09.-02.10. 2020: Dreizack20 - die maritime Netzwerktagung

Vom 30. September bis zum 2. Oktober trafen sich rund 20 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Studenten und Angehörige der Marine in Rostock zum mittlerweile vierten „Dreizack“. Das Treffen, das in diesem Jahr unter dem Thema „Ostsee“ stand und von der Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V. in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Internationale Politik und Entwicklungszusammenarbeit an der Universität Rostock organisiert worden war, brachte verschiedene Expertinnen und Experten unterschiedlichster Fachrichtungen zusammen.  
Nach der Begrüßung durch die Veranstalter und Grußworte von Harry Preetz (Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V.) und Jörn Dosch (Lehrstuhl für Internationale Politik und Entwicklungszusammenarbeit) machte Maximilian Ernst von der Freien Universität Brüssel den inhaltlichen Auftakt mit einer Analyse der Kooperation der russischen und chinesischen Marine im Westpazifik und in der Ostsee. Im Anschluss stellte Etienne Willkomm von der Universität zu Köln die maritimen Sicherheitsbeziehungen zwischen der Europäischen Union und der russischen Föderation vor. Den Schlusspunkt des ersten Tages setzten Lukas-Simon Laux (Universität Erfurt) und Vanessa Uenning (Universität Rostock). Schwerpunkt ihrer Ausführungen war die Frage der Implikationen der Krim-Annexion für die Ostsee und den daraus zu ziehenden Lehren.
Der zweite „Dreizack-Tag“ begann mit einer Barkassen-Fahrt vom Rostocker Stadthafen zum Marinestützpunkt „Hohe Düne“, der aufgrund der gelten Hygieneregelungen seeseitig besucht wurde. Im Anschluss daran aßen die Teilnehmer gemeinsam Mittag und tauschten sich in Gesprächen mit Marineangehörigen aus. Bevor es dann am Nachmittag inhaltlich weiterging, sprach Jann Witt vom Deutschen Marinebund, der einer der wesentlichen Initiatoren der Dreizack-Reihe ist, ein Grußwort. Anschließend präsentierte Alexandra Friede von der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg ihre Forschungsergebnisse zur security gouvernance und den Auswirkungen externer Schocks. Besonders das Institutionengefüge im Ostseeraum spielte dabei eine Rolle. Marcus Mohr, Beauftragter Marine bei der Redaktion der Bundeswehr, startete seinen Vortrag zur Medienarbeit der Bundeswehr/Marine mit einem kleinen Quiz rund um das Thema Marine und ging dann in seiner Vorstellung nicht nur auf die Organisation, sondern auch auf Herausforderungen der Medienarbeit ein. Einen Ausflug in die Soziologie gab es mit Jan Asmussen von der Universität Kiel. Herr Asmussen stellte die Arbeiten und das Wirken von Ferdinand Tönnies in den Mittelpunkt seines Vortrags. Dabei standen vor allem das Leben und die Bedingungen der Seefahrer und Hafenarbeiter im Fokus.
Der letzte Teil des zweiten Tages wurde durch drei sehr spannende Vorträge zu Tirpitz und seinen Überlegungen zur Grand Strategy, zur Unterwasser-Kriegführung und zur Nordflanke abgerundet. Rafael Rehm (Universität Jena) gab einen Überblick über das Denken von Tirpitz und seinem Einfluss auf strategische Fragen. Johannes Peters vom Institut für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel stellte die wichtigsten Aspekte der underwater warfare heraus. Hier zeigte sich der Einfluss autonomer Systeme auf mögliche Konfliktszenarien. Den Abschluss des zweiten Tages machte Kapitänleutnant Janine Pirrwitz mit einem Vortrag zu den sicherheitspolitischen Herausforderungen in der Ostsee. Dabei ging Frau Pirrwitz nicht nur auf militärische Bedrohungen, sondern auch auf weitergefasste Gefahren wie Terrorismus ein.
Der letzte Dreizack-Tag begann inhaltlich mit Julian Pawlak vom Institut für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel. Herr Pawlak ging auf geschichtliche und aktuelle Entwicklungen an Europas Nordflanke ein. Marinediplomatie als Thema wurde von Kapitänleutnant Moritz Brake (King's College London) präsentiert. Herr Brake erläuterte dabei die verschiedenen Facetten und Dimensionen diplomatischen Handelns der Marine als Instrument der Politik. Inhaltlich endete „Dreizack20“ mit interessanten Ausführungen von Henrik Schilling (Universität Kiel/ Institut für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel) zur Verzahnung von maritimer Sicherheitspolitik mit Entwicklungen im Bereich cyber.
Dreizack20 konnte an die erfolgreichen Vorgänger anschließen und ein weiteres Mal zeigen, wie fruchtbar und innovativ ein Format ist, das die Überschneidungen und Ergänzungen verschiedenster Disziplinen und Themen zusammenführt.

(Hinweis: Im Vorfeld der Veranstaltung wurde ein Hygienekonzept erarbeitet und umgesetzt)

5.11. 2019: Der Brexit und die Zukunft der Europäischen Union

Am 5.11.2019 richtete der Alumni-Verein der Rostocker Politikwissenschaft e.V. am IPV eine Diskussionsveranstaltung zum Thema "Der Brexit und die Zukunft der Europäischen Union" aus. Für die Diskussion geladen waren Prof. Jakob Rösel, Prof. Jörn Dosch und Dr. Pierre Gottschlich. In anderthalb Stunden beleuchteten sie gemeinsam mit dem Publikum verschiedene Aspekte des näher rückenden Brexits und möglicher Konsequenzen für die EU.

29. 5. 2019: 70 Jahre Entwicklungszusammenarbeit - Was ist wirklich erreicht worden?

Unter der Frage, was in 70 Jahren Entwicklungszusammenarbeit wirklich erreicht worden sei, lud der Lehrstuhl für Internationale Politik und Entwicklungszusammenarbeit mit Unterstützung des ALUMNI-Vereins "Rostocker Politikwissenschaft e. V." am 29. Mai Expertinnen und Experten aus verschiedenen Bereichen ein, um mit ihnen über Entwicklungspolitik zu diskutieren Den Auftakt machte Prof. Dr. Jörn Dosch (Lehrstuhlinhaber Internationale Politik und Entwicklungszusammenarbeit) mit einem einführenden Bilanzierungsversuch. Im Anschluss ging Herr Prof. Dr. Jörg Faust, Direktor des Deutschen Evaluierungsinstituts der Entwicklungszusammenarbeit/DEval in Bonn, auf die Herausforderungen bei der Umsetzung von entwicklungspolitischen Maßnahmen ein, wobei hier ein Blick auf die unterschiedlichen Akteure in Geber- und Empfängerländern als Einflussfaktoren geworfen wurde. Nach einer kleinen Kaffeepause verdeutlichte Dipl. Politologe Karsten Weitzenegger (Hamburg) die zentralen Aspekte und Probleme der Evaluation von Entwicklungsprojekten. Für den geographischen Fokus auf Sub-Sahara Afrika und Lateinamerika sorgten Prof. Dr. Siegmar Schmidt (Lehrstuhlinhaber für Internationale Politik und Vergleichende Politikwissenschaft an der Universität Koblenz-Landau) und Dr. Clara Ruvituso (Post-Doc am Latainamerika-Institut der FU Berlin). In ihren Vorträgen standen Fragen von Demokratie und Wirtschaft, aber auch von Theorien und Konzepten wie Buen Vivir im Vordergrund. Im Anschluss an die Konferenz folgte die Antrittsvorlesung von Herrn Prof. Dr. Wolfgang Muno (Inhaber des Lehrstuhls für Vergleichende Regierungslehre) zum Thema "Rechtspopulisten und Entwicklungspolitik".     

23. 5. 2019: Gastvorlesung zu "Europa ohne Nationalismus"

Am 23. Mai 2019 und damit kurz vor den Europawahlen hielt Professor Winfried Böttcher (vor seiner Emeritierung viele Jahre an der RWTH Aachen tätig) eine öffentliche Gastvorlesung zum Thema „Europa ohne Nationalismus“. Hierbei stellte Professor Böttcher unter anderem seine Vision zur Überwindung der Nationalstaatlichkeit in einem regionalisierten Europa vor. Den Startpunkt zur Etablierung einer solchen Europäischen Republik sollte aus seiner Sicht die Vereinigung der Völker Deutschlands und Frankreichs bilden. Diese Idee wurde unter den knapp 20 Zuhörerinnen und Zuhörern lebhaft diskutiert. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem ALUMNI-Verein Rostocker Politikwissenschaft e.V. statt.
(Quelle: ALUMNI-Newsletter Nr. 48, Juni 2019)

16. 5. 2019: Gastvortrag zu Pakistan

Am 16. Mai 2019 sprach Professor Agnieszka Kuszewska (Jagiellonen-Universität Krakau) im Rahmen ihres Erasmus-Aufenthalts am IPV zum Thema „Contemporary Internal and External Problems of Pakistan“. Vor rund 30 Interessierten spannte Professor Kuszewska einen breiten Bogen von der Teilung Britisch-Indiens hin zu den aktuellen Auseinandersetzungen zwischen Pakistan und Indien und den politischen, wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen für die pakistanische Gesellschaft. Die Veranstaltung wurde vom ALUMNI-Verein Rostocker Politikwissenschaft e.V. durch die Bereitstellung von Getränken und Knabbereien unterstützt.
(Quelle: ALUMNI-Newsletter Nr. 48, Juni 2019)
 

17. 4. 2019: Europäer für 90 Minuten. Verändert Fußball unseren Blick auf Europa?

Am 17. April 2019 sprach Prof. Dr. Alexander Brand von der Hochschule Rhein-Waal, Kleve über ein laufendes Forschungsprojekt zum Thema Europa und Fußball. Im Rahmen des Vortrages wurden u.a. die Frage nach den Auswirkungen der Europäisierung des Fußballs auf die Wahrnehmungen von "Europa" untersucht. Prof. Dr. Brand stellte dabei nicht nur die Methodik des Projekts "EUFOOT" vor, sondern auch erste Ergebnisse. 

28. 11. 2019: Geburtstagsfeier Prof. Dr. Dr. h.c. Oberndörfer / Auftaktveranstaltung zum Rostocker Colloquium Politicum

Am 28. November fand in der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät eine Veranstaltung zu Ehren von Herrn Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Oberndörfer statt, der am 5.11. seinen 90. Geburtstag feiern konnte. Gleichzeitig war dies die erste Veranstaltung der Reihe "Colloquium Politicum". Thematisch ging es um zentrale Fragen von Migration und Einwanderung - Aspekte, mit denen sich Prof. Oberndörfer immer wieder befasste. Die Veranstaltung wurde von der Fakultät und dem Alumni-Verein "Rostocker Politikwissenschaft e.V." finanziell unterstüzt.