Aktuelle Projekte der Arbeitsstelle für politische Bildung

Antisemitismus die Stirn bieten

Antisemitismus die Stirn bieten

Veranstaltungsreihe

Antisemitismus stellt sich vor allem im schulischen Raum zunehmend als Herausforderung dar. Lehrkräfte sowie Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter fühlen sich häufig unsicher und reagieren teilweise mit Ignorieren oder Abwehr. Die wirksame Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus gehört daher zu den zentralen Aufgaben, denen sich unter anderem schulische Bildung und universitäre Ausbildung zu stellen haben. Dabei sind die Erscheinungsformen des Antisemitismus vielfältig: Sie reichen von antisemitischen Verschwörungsnarrativen über einen israelbezogenen Antisemitismus bis hin zu jugendkulturellen Ausdrucksformen. Für eine wirksame schulische Arbeit gegen Antisemitismus braucht es die Reflexion der eigenen Denkmuster, sind Sensibilität, Haltung und Wissen notwendig. Nur so kann eine adäquate und situationsangepasste Handlungsstrategie erarbeitet und umgesetzt werden.

Die Veranstaltungsreihe richtet sich an alle Interessierten, insbesondere an Lehrkräfte, Lehramtsstudierende sowie alle an Schulen oder außerschulischen Bildungsträgern Tätigen. Die Veranstaltungen können einzeln gebucht werden. Sie sind als Lehrkräftefortbildung anerkannt. Für den nachgewiesenen Besuch von mindestens vier der elf Veranstaltungen wird ein Teilnahmezertifikat des Zentrums für Lehrerbildung und Bildungsforschung an der Universität Rostock vergeben.

Die Teilnahme an allen Veranstaltungen ist kostenfrei.

Zu den Veranstaltungen erbitten wir eine Anmeldung bis drei Tage vor der jeweiligen Veranstaltung an politische.bildunguni-rostockde unter Angabe der jeweiligen Veranstaltung im Betreff.

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen können Sie dem Flyer entnehmen.

Programm:

  • Mittwoch, 19.10.2022, 19.00-21.00 Uhr
    Antisemitismus die Stirn bieten – Jüdisches Leben in Mecklenburg-Vorpommern
  • Donnerstag, 20.10.2022, 16.00-18.00 Uhr
    Das religiöse Leben und die jüdische Gemeinde in Rostock
  • Freitag, 21.10.2022, 14.00-17.00 Uhr
    Stadtrundgang „Auf den Spuren jüdischen Lebens in Rostock“
  • Montag, 24.10.2022, 17.15-18.45 Uhr
    Der Gangsta-Rap und die Herausforderung der politischen Bildung gegen Antisemitismus
  • Dienstag, 25.10.2022, 17.15-18.45 Uhr
    Antisemitismus und Verschwörungsmythen
  • Mittwoch, 26.10.2022, 17.15-18.45 Uhr
    Eine sichere Schule für Jüdinnen und Juden? Antisemitismuskritische Bildung als Schulentwicklungsaufgabe
  • Donnerstag, 27.10.2022, 17.15-18.45 Uhr
    Wissensvermittlung zu den Themen Holocaust und Antisemitismus an Schulen
  • Montag, 07.11.2022, 17.15-18.45 Uhr
    Israelbezogener Antisemitismus – Phänomene und pädagogische Bearbeitungsmöglichkeiten
  • Dienstag, 08.11.2022, 17.15-18.45 Uhr
    Gedenkstätten als Lernorte gegen Antisemitismus – auch in Mecklenburg-Vorpommern?
  • Donnerstag, 10.11.2022, 17.15-18.45 Uhr
    Antisemitismus begegnen (Online)
  • Mittwoch, 16.11.2022, 18.00-20.00 Uhr
    Antisemitismus die Stirn bieten – Was ist zu tun?
Netzwerk Bildung und Demokratie Mecklenburg-Vorpommern

Netzwerk Bildung und Demokratie Mecklenburg-Vorpommern

Das Netzwerk Bildung & Demokratie M-V ist ein landesweiter Arbeitskreis des Zentrums für Lehrerbildung und Bildungsforschung M-V. In dem interdisziplinären und hochschulübergreifenden Netzwerk haben sich Wissenschaftler*innen der hmt Rostock, Hochschule Neubrandenburg, Universität Greifswald und Universität Rostock zusammengeschlossen. Sie verfolgen das Ziel, Demokratiebildung in Forschung und Lehre landesweit zu stärken. 

Die Fachbereiche Politische Bildung und Demokratiepädagogik werden im Netzwerk Bildung & Demokratie M-V durch Dr. Gudrun Heinrich, Joachim Bicheler, M.A. und Benjamin Moritz von der Arbeitsstelle Politische Bildung der Universität Rostock vertreten. Frau Dr. Heinrich ist Sprecherin des Netzwerks Bildung & Demokratie und koordiniert zusammen mit Joachim Bicheler sowie weiteren Kolleg*innen aktuelle Projekte wie z.B. die Veranstaltungsreihe „Laboratorium Demokratie“.

Die landesweite Veranstaltungsreihe „Laboratorium Demokratie – Perspektiven aus Mecklenburg-Vorpommern“ des Netzwerks Bildung & Demokratie M-V wird im Sommersemester 2022 und Wintersemester 2022/23 in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung M-V durchgeführt. 
Die Veranstaltungsreihe richtet sich an alle Interessierten und Akteur*innen der Demokratiebildung innerhalb und außerhalb der beteiligten Hochschulen. Die Teilnahme ist kostenlos.

Passend dazu finden Sie den Flyer hier

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.
 

 

Digitalisierung der Lehrkräftebildung

Digitalisierung der Lehrkräftebildung

Die Arbeitsstelle Politische Bildung nimmt mit einem eigenen Teilprojekt an dem hochschulweiten Projekt teil. Für uns erfordert die Digitalität der Bildung die Befähigung zu einer kritischen Rezeption der Prozesse, Strukturen und digitalen Medienangebote. Politische Bildung in Zeiten der Digitalität verbindet sich mit einer kritischen Medienbildung.

Im Rahmen des bis Ende 2023 laufenden Vorhabens  sollen Konzepte und Handreichungen entwickelt werden, um zukünftige Lehrkräfte zu befähigen, reflektiert digitale Elemente in den Schulunterricht zu integrieren – sowohl als Inhalt als auch als didaktische Ansätze.

Das Projekt besteht aus vier Schwerpunktphasen:

1) einer Sichtung des aktuellen Diskurses und des Forschungsstandes,
2) Entwicklung angemessener Lehrinhalte
3) Erprobung in der universitären und außeruniversitären Lehre und Weiterbildung sowie
4) eine Evaluation der Fortschritte.

Leitend sind Fragen wie: "Ermöglicht oder verhindert Digitalisierung demokratische Betätigung?", "Helfen social media Plattformen marginalisierten Gruppen der Gesellschaft ihren politischen Willen zu artikulieren oder gehen sie im digitalen Rauschen unter?" "Wie hilfreich können digitale Tools im Sozialkundeunterricht sein? Was ermöglichen sie und was verhindern sie? Und wie können Lehrkräfte eigenständig sinnvolle Tools identifizieren und zielführend einsetzen?".

Zuständig für dieses Projekt ist Dr. Robert Brumme.

Politischer Kompetenzerwerb im Fall Lichtenhagen 1992

Politischer Kompetenzerwerb im Fall Lichtenhagen 1992

  • Projekttage mit Schülern der 9. Klassen aus Rostock zum Thema: "Rostock Lichtenhagen" im Januar 2012, Januar 2013, Januar 2015 und August 2018.
  • Wahlpflichtkurs mit SchülerInnen der 10. Klasse in Rostock im Schuljahr 2016/17
  • Projektseminar mit Studierenden im WS 2016/17
     
  • Wahlpflichtkurs mit SchülerInnen der 9. Klasse an der Don-Bosco-Schule in Rostock im Schuljahr 2021/22
     
  • Entwicklung eines digitalen Stadtrundgangs (https://actionbound.com/bound/lichtenhagen-92)
Mentorinnenqualifizierung

Mentorinnenqualifizierung

Seit Sommer 2019 nimmt die Arbeitsstelle Politische Bildung am Programm „MentorInnenqualifizierung“ im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung teil.

Im Rahmen dieses Programmes werden LehrerInnen für ihre Tätigkeit als MentorInnen im Rahmen schulpraktischer Übungen, der Betreuung von Hauptpraktika oder der Ausbildung von ReferendarInnen fortgebildet. Hierzu finden fächerübergreifende sowie fachspezifische Workshops statt. Die Fortbildungen für die KollegInnen des Faches Sozialkunde finden in enger Kooperation mit der Fachdidaktik Geschichte (Prof. Dr. Plessow/ Sven Hartig) statt.

Weitere Informationen:

https://www.zlb.uni-rostock.de/qualitaetsoffensive-lehrerbildung/projektbereiche/mentorinnenqualifizierung/

70 Jahre Grundgesetz

70 Jahre Grundgesetz

Anlässlich des 70. Geburtstages des Grundgesetzes eröffnete die Arbeitsstelle Politische Bildung gemeinsam mit der Evangelischen Akademie der Nordkirche und der Fachschaft Lehramt Sozialkunde die Ausstellung GG 20 im Audimax der Universität.

Am 23. Mai 2019 feierten wir auf dem Marktplatz in Schwerin den Geburtstag des Grundgesetzes mit dem Spiel GG 20.

Herzlichen Dank an alle teilnehmenden KollegInnen und Studierenden.

Das GG 20-Spiel gibt es mittlerweile auch als Onlinespiel unter: https://www.gg20.de  

weitere Informationen unter: https://www.akademie-nordkirche.de/regionalzentren/demokratiepaedagogik/

 

Landtagsbesuche

Landtagsbesuche

  • Entwicklung von Begleitmaterialien für den Landtagsbesuch von Schulklassen; in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern (https://www.lpb-mv.de/)
     
  • regelmäßige Exkursionen der Studierenden in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern
Fachgespräche

Fachgespräche

  • Organisation von Fachgesprächen in Kooperation mit der Landeskoordinierungsstelle "Demokratie und Toleranz" MV
    (https://www.lpb-mv.de/ueber-uns/aufgaben-und-angebote/landeskoordinierungsstelle/)
Naturschutz und Rechtsradikalismus

Naturschutz und Rechtsradikalismus

Umwelt- und Naturschutzthemen werden zunehmend durch Rechtsextreme aufgegriffen. Die "braunen Ökologen" versuchen durch gesellschaftskritische Inhalte und verschiedene Kommunikationsmaßnahmen in sozialen Bewegungen Fuß zu fassen und Sympathieträger für sich zu gewinnen. 

In Kooperation mit dem Bundesamt für Naturschutz und der Evangelischen Akademie der Nordkirche fanden zwei Tagungen in der Naturschutzakademie Vilm statt, die sich diesem Themen- und Aktionsfeld näherten und zu einem interdisziplinären Austausch zwischen Naturschützern und zivilgesellschaftlichen Initiativen anregen sollten.
Frau Dr. Heinrich war für die wissenschaftliche Begleitung, die konzeptionelle Planung und die Ergebnisdokumentation verantwortlich. Dokumentation als Skript des Bundesamtes für Naturschutz

Veröffentlichung im Januar 2012 in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern und den Regionalzentren für demokratische Kultur in Trägerschaft der Evangelischen Akademie, MV. Braune Ökologen

Veröffentlichung zum Projekt „Umwelt & Aktiv“:

Krause, Liesa-Marthe: Das Projekt Umwelt & Aktiv: eine Verbindung von Umweltschutz und Rechtsextremismus? Rostock: Universität, 2016.
https://doi.org/10.18453/rosdok_id00002316 
http://purl.uni-rostock.de/rosdok/id00002316

 

COMENIUS-Regio-Projekt: „Bildung und Erziehung nach dem Holocaust - Erinnern und Gedenken“

COMENIUS-Regio-Projekt: „Bildung und Erziehung nach dem Holocaust - Erinnern und Gedenken“

Dr. Gudrun Heinrich beteiligte sich von August 2012 bis Juni 2014 an einem Kooperationsprojekt zwischen Schulen aus Mecklenburg-Vorpommern und aus Wien. Ziele waren der Erfahrungsaustausch zur Vermittlung von Demokratie- und Sozialkompetenzen im jüngeren Schulalter, die historisch-politische Auseinandersetzung in Verantwortung gegenüber dem Holocaust und die projektbasierte Zusammenarbeit mit außerschulischen Partner der historisch-politischen Bildung.

Das Projekt fand in Kooperation mit dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, dem Stadtschulrat Wien, dem Historischen Institut und weiteren Partnern statt. 

Ausgezeichnet vom Pädagogischen Austauschdienst der Kultusministerkonferenz als "Projekt des Monats" im Dezember 2013.

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